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Microgramma / Solanopteris

Microgramma

Microgramma C.Presl ist eine Gattung epiphytischer Farne aus der Familie der Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae), die mit rund 30 Arten in den tropischen und subtropischen Regionen Mittel- und Südamerikas verbreitet ist. Die meisten Arten besitzen schlanke, kriechende Rhizome und wachsen epiphytisch in tropischen Wäldern.

Eine besondere Stellung innerhalb der Gattung nimmt die früher als eigenständige Gattung Solanopteris geführte Artengruppe mit vier Arten ein, deren Vertreter stark verdickte Rhizome ausbilden und heute in Microgramma eingeschlossen werden.

Innerhalb der Gattung hat sich die Myrmekophilie mehrfach entwickelt. Die ehemaligen Solanopteris-Arten besitzen knollenförmig verdickte Rhizome mit inneren Hohlräumen, die Ameisen als Nistplatz dienen. Microgramma megalophylla weist dagegen keine verdickten Rhizome auf, wird jedoch ebenfalls regelmäßig von Ameisen besiedelt, die die Hohlräume zwischen Rhizom und Substrat als Unterschlupf nutzen. In beiden Fällen profitieren die Pflanzen von den durch die Ameisen eingetragenen organischen Nährstoffen.

Die Gattung zeigt damit, dass sich innerhalb einer überwiegend unspezialisierten Farngruppe verschiedene Formen der Myrmekophilie entwickelt haben. Die Eingliederung der ehemaligen Gattung Solanopteris in Microgramma wird sowohl durch morphologische Merkmale als auch durch molekulare Untersuchungen gestützt.

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Solanopteris bifrons

Solanopteris bifrons

Die Rhizome sind dünn und schnurförmig. In regelmäßigen Abständen zweigen spezielle kurze Triebe ab, die zu kartoffelartigen hohlen Auswüchsen heranwachsen, welche den Ameisen als Nist-Möglichkeit dienen. Wegen dieser "Kartoffeln" werden Solanopteris-Arten auch als "Kartoffel-Farne" bezeichnet. Die Knollen besitzen auf der Unterseite eine Öffnung. Die Struktur erinnert sehr an die zu Nist-Strukturen umgewandelten Blätter von Dischidia major.In Südamerika heimisch ist dieser Ameisenfarn im Tiefland anzufinden.Der Wurzelstock ist mit kurzen, borstenförmigen Auswüchsen überzogen und weißlich-grau gefärbt. Die Wedel sind geteilt, was den Pflanzen ein äußerst attraktives Erscheinungsbild gibt.Die Domatien von S. bifrons schimmern wegen ihrer Mikro-Strukturen leicht metallisch, sind olive-grün gefärbt und etwa Walnuß-groß.Die Pflanzen werden in unterschiedlichen Portionsgrößen abgegeben.

Regulärer Preis: Ab 40,00 €
Solanopteris bismarckii

Solanopteris bismarckii

Die Rhizome sind dünn und schnurförmig. In regelmäßigen Abständen zweigen spezielle kurze Triebe ab, die zu kartoffelartigen hohlen Auswüchsen heranwachsen, welche den Ameisen als Nist-Möglichkeit dienen. Wegen dieser "Kartoffeln" werden Solanopteris-Arten auch als "Kartoffel-Farne" bezeichnet. Die Knollen besitzen auf der Unterseite eine Öffnung. Die Struktur erinnert sehr an die zu Nist-Strukturen umgewandelten Blätter von Dischidia major.Solanopteris bismarckii kommt in Ecuador und Peru in mittzleren Höhenlagen vor.Spross ist grünlich und beschuppt, die Blätter sind ungeteilt.Die Domatien von S. bismarckii besitzen mehrere auffällige stachelige Auswüchse was ihnen ein Morgenstern-artiges Erscheinungsbild gibt.

Regulärer Preis: Ab 50,00 €
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Microgramma megalophylla

Microgramma megalophylla

Microgramma megalophyllaMicrogramma megalophylla (Desv.) de la Sota ist ein weit verbreiteter epiphytischer Farn aus der Familie der Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae). Die Art kommt von Mittelamerika über die Karibik bis in weite Teile des tropischen Südamerikas vor und wächst überwiegend in feuchten Tieflandregenwäldern. Charakteristisch sind die langen, kriechenden Rhizome sowie die auffallend großen, ledrigen, ungeteilten Wedel, die deutlich größer werden als bei den meisten anderen Arten der Gattung.Obwohl M. megalophylla keine verdickten Rhizome ausbildet, lebt die Art in enger Beziehung mit Ameisen. Die kriechenden Rhizome liegen dicht am Substrat auf und schaffen schmale Hohlräume zwischen Rhizom und Rinde, die von verschiedenen Ameisenarten als Unterschlupf und Laufgänge genutzt werden. Die Ameisen lagern dort organisches Material ab, wodurch die Pflanze zusätzliche Nährstoffe erhält. Im Gegensatz zu den ehemaligen Solanopteris-Arten entstehen die Nistplätze jedoch nicht durch spezielle Domatien oder Rhizomverdickungen.Dieses Prinzip findet sich auch bei Lecanopteris mirabilis, verschiedenen Arten der Gattungen Hoya und Dischidia sowie bei den epiphytischen Kakteen Deamia testudo und Strophocactus wittii. In allen Fällen nutzen Ameisen die natürlichen Hohlräume zwischen Pflanze und Baumrinde als Nistplatz, ohne dass die Pflanzen spezielle Domatien ausbilden. Microgramma megalophylla stellt damit ein bemerkenswertes Beispiel für eine vergleichsweise einfache Form der Myrmekophilie dar, bei der die Symbiose ohne ausgeprägte morphologische Spezialisierungen entsteht.

Regulärer Preis: 75,00 €