Hydnophytum
Hydnophytum
Hydnophytum Jack ist mit 55 in der Monographie von Jebb & Huxley (2019) anerkannten Arten die artenreichste Gattung der Hydnophytinae. Das Verbreitungsgebiet reicht von den Andamanen über Südostasien und Malesien bis nach Australien und den pazifischen Inseln, wobei das Diversitätszentrum eindeutig auf Neuguinea liegt. Die meisten Arten wachsen epiphytisch und bilden knollenförmige Caudices mit komplexen Hohlraumsystemen, die je nach Art von Ameisen, anderen Wirbellosen oder Regenwasser genutzt werden. Im Gegensatz zu den übrigen Gattungen der Hydnophytinae zeichnet sich Hydnophytum durch eine außergewöhnlich große morphologische Vielfalt aus und umfasst sowohl kleine, unbedornte als auch großwüchsige, stark bedornte Arten. In den vergangenen Jahren wurden insbesondere in Neuguinea zahlreiche weitere, vermutlich neue Arten entdeckt, die bislang jedoch noch nicht wissenschaftlich bearbeitet oder beschrieben wurden. Molekulare Untersuchungen deuten zudem darauf hin, dass Hydnophytum in seiner heutigen Abgrenzung wahrscheinlich keine monophyletische Gruppe bildet, sodass künftig weitere taxonomische Änderungen zu erwarten sind.
Hydnophytum cf. petiolatum (stark verdickte Nodien, CK, unbekannte Herkunft)
Bei dieser schönen Aufsammlung handelt es sich um eine Art aus dem Formenkreis von Hydnophytum petiolatum. Auffallend sind die sehr stark verdickten Nodien (Blattknoten).Neu!
Hydnophytum dentrecastense (Normanby Island, PNG)
Hydnophytum dentrecastenseHydnophytum dentrecastense Jebb & C.R.Huxley ist eine terrestrisch wachsende Art der Familie Rubiaceae, die ausschließlich von Normanby Island im D'Entrecasteaux-Archipel (Papua-Neuguinea) bekannt ist. Sie besiedelt offene Wälder und Gebüsch auf ultramafischen Böden in Höhenlagen von etwa 400–600 m. Die Hohlräume des Caudex werden nicht von Ameisen besiedelt, sondern enthalten häufig Regenwasser und werden regelmäßig von Schaben bewohnt.Charakteristisch für die Art ist der relativ kleine, unregelmäßig kugelige Caudex mit auffallend großen, konischen Eingangsöffnungen. Die Triebe sind vierkantig und tragen lanzettliche Blätter mit einer auffallend silbrig-grünen Blattoberseite und deutlich zurückgerollten Blatträndern. Die paarweise angeordneten Blütenstände sind sitzend bis kurz gestielt und tragen weiße, heterostyle Blüten mit einem Haarring im Schlund der Kronröhre. Die Früchte sind kleine, rote Beeren. Die Kombination aus vierkantigen Sprossen, der silbrig-grünen Blattoberseite, den zurückgerollten Blatträndern und den großen Eingangsöffnungen des Caudex stellt die wichtigsten Bestimmungsmerkmale der Art dar.In Kultur wachsen die Pflanzen gut in grobem Torfsubstrat obwohl sie in der Natur auf ultramafischen Böden gefunden wurden.
Hydnophytum ferrugineum (Australia)
Eine relativ neue Art aus Australien.
Hydnophytum mamberamoense (or related species - possibly new genus)
I believe, this is the elusive Hydnophytum mamberamoense or a related species. Unfortunately, the type specimen is quite incomplete, so I am a bit reluctant to call it H. mamberamoense.However having seen the species in the field, I am quite sure that this is neither a Hydnophytum, nor a Myrmecodia but rather belongs into a yet to be described new genus of Hydnophytinae!This strange species from the southern coast of Irian Jaya does not really fit into any of the other genuses of Hydnophytinae. At first sight, the caudex looks Myrmecodia-like but appears to be less organanized and very irregular. The inflorescence does not fit into Myrmecodia either. Very interesting!
Hydnophytum moseleyanum (Wasior, Irian Jaya)
Der Caudex dieser Form ist im Vergleich zu Hydnophytum moseleyanum Typ 2 (Wasior, Irian Jaya) deutlich flacher und besitzt zahlreiche kleine Öffnungen.
Hydnophytum moseleyanum Typ 2 (Wasior, Irian Jaya)
Im Gegensatz zum Typ 1 aus der Gegend von Wasior, besitzt dieser Typ einen aufrechteren Caudex mit größeren Löchern und dunklere glänzendere Blätter. Recht untypisch für Hydnophytum moseleyanum!
Hydnophytum radicans "BB" (Tiefland, PNG, Grenzregion zu Irian Jaya)
Hydnophytum radicansHydnophytum radicans Becc. ist eine epiphytische Art der Familie Rubiaceae, die in den Tieflandregenwäldern Neuguineas vorkommt. Sie wächst auf Baumstämmen und Ästen in feuchten Wäldern und bildet einen knollenartigen Caudex mit einem verzweigten Hohlraumsystem. Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern der Hydnophytinae werden die Hohlräume überwiegend nicht von Ameisen, sondern von verschiedenen Wirbellosen und gelegentlich auch kleinen Reptilien besiedelt.Charakteristisch für H. radicans sind die runden, unverzweigten Sprosse, die großen, breit elliptischen bis verkehrt-eiförmigen, ledrigen Blätter mit deutlich hervortretender Mittelrippe sowie die paarweise angeordneten, reich verzweigten Blütenstände. Diese stark verzweigten Infloreszenzen sind das wichtigste Bestimmungsmerkmal der Radicans-Gruppe innerhalb der Gattung Hydnophytum.Eine Tieflandform dieser recht weit verbreiteten und sehr variablen Art.
Hydnophytum radicans (flat caudex)
Diese Form zeichnet sich durch ihren im Alter eher flachen Caudex aus.In der Monographie von Jebb werden zu Hydnophytum radicans eine große Zahl von Formen zusammengefasst, die ursprünglich als eigene SArten beschrieben wurden. Dies unterstreicht den Fortmenreichtum dieser interessanten Gruppe!
Hydnophytum radicans (Mt. Hagen, PNG)
Eine Hochlandform dieser recht weit verbreiteten und sehr variablen Art.Die Stämme dieser Hochlandform sind deutlich dicker und fleischiger als bei anderen Formen, die ich bisher gesehen habe.Die Infloreszenzen dieser Form sind nach oben in Richtung Sproß-Spitze gerichtet.
Hydnophytum sp. (Timika, Irian Jaya - H. radicans/simplex Gruppe)
Hydnophytum radicansHydnophytum radicans Becc. ist eine epiphytische Art der Familie Rubiaceae, die in den Tieflandregenwäldern Neuguineas vorkommt. Sie wächst auf Baumstämmen und Ästen in feuchten Wäldern und bildet einen knollenartigen Caudex mit einem verzweigten Hohlraumsystem. Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern der Hydnophytinae werden die Hohlräume überwiegend nicht von Ameisen, sondern von verschiedenen Wirbellosen und gelegentlich auch kleinen Reptilien besiedelt.Charakteristisch für H. radicans sind die runden, unverzweigten Sprosse, die großen, breit elliptischen bis verkehrt-eiförmigen, ledrigen Blätter mit deutlich hervortretender Mittelrippe sowie die paarweise angeordneten, reich verzweigten Blütenstände. Diese stark verzweigten Infloreszenzen sind das wichtigste Bestimmungsmerkmal der Radicans-Gruppe innerhalb der Gattung Hydnophytum. Ein weiteres Merkmal einiger Aufsammlungen ist die Ausbildung kleiner sekundärer Caudices entlang der Wurzeln, wodurch sich die Pflanze vegetativ ausbreiten kann.Die Pflanzen dieser Form scheinen an Trockenperioden besonders angepasst zu sein und der Caudex schrumpft bei Trockenheit extrem zusammen, so dass die Pflanze fast tot erscheint. Die unreifen Beeren sind lange Zeit orange gefärbt und schlagen erst bei voller Reife nach Rot um. Die Blätter sind verhältnismäßig groß, ledrig und hängen stets herab. Die Infloreszenzen sind äußerst kompakt und der Caudex eher klein.Interessant an dieser Form ist auch, dass an den Wurzeln die oben erwähnten Tochterknollen gebildet werden können!
Hydnophytum spec. D (spathulatum-Gruppe, Molukken)
Auf den Molukken wurden in den letzten Jahren eine ganze Reihe äußerst interessanter und attraktiver Hydnophytum-Arten gefunden, die alle grob in das Konzept von Hydnophytum spathulatum passen. Letztlich denke ich, die ganze Gruppe um Hydnophytum ovatum (zu der auch H. spathulatum zählt), müsste überarbeitet werden, um Klarheit zu schaffen. Leider ist bei vielen Aufsammlungen die genaue Herkunft unklar.Diese Art ist äußerst eigentümlich. Der Caudex ist bei älteren Pflanzen sehr fein gerippt, fast schwarz und der Spross stark geflügelt. Bei jüngeren Pflanzen überwiegen feine Warzen auf dem Caudex.Die Beeren sind sehr klein. Die Blätter besitzen eine extrem feine samtige Behaarung.Ich denke, das ist eine der interessantesten Arten, die in letzter Zeit in Kultur kamen.
Hydnophytum spec. glänzende lanzettförmige Blätter (Nabire, Irian Jaya)
Eine sehr schöne Neueinführung aus der Gegend bei Nabire von der Nordküste Irian Jayas. Die Pflanzen besitzen glänzende lanzett-förmige Blätter und einen recht unregelmäßig geformten Caudex. Die Zweige und internodien sind recht lang.
Hydnophytum spec. Malaybalay (Mindanao, Phiippines)
Schöne dunkelgrüne und glänzende Blätter. Der Caudex ist auffallend gerippt und von vielen Warzen besetzt. Vom Habitus her, könnte man diese schöne Art eher für eine Hochland-Art halten.Sehr schön und unkompliziert! Die Art wächst aber eher langsam.
Hydnophytum spec. Malaysia, Peninsula
Dies ist eine wunderschöne kleinbleibende Art. Die Pflanzen bilden kissenförmige Caudices und dichte kleine Büsche. Sehr empfehlenswert!
Hydnophytum spec. roundish caudex (Wondiwoi, Irian Jaya)
Sehr wüchsige intermediäre Art. Sie besitzt eine gewisse Ähnlichkeit zur Hydnophytum radicans Gruppe, ist aber viel kleiner als alle anderen mir bekannten Angehörigen der Gruppe. Der Caudex ist in der jugend gestreckt und wird im Alter immer runder mit sehr auffälligen, großen umrandeten Löchern.Eine wunderschöne Art!Da sie sehr wüchsig ist, empfiehlt es sich, die Äste ab und zu kräftig einzukürzen.
Hydnophytum spec. Small Leaves, Siasiada
Eine sehr attraktive Neueinführung. Die Pflanzen bilden zahlreiche drahtige Sprosse mit kleinen herzförmigen Blättern. Die Art kommt im Tiefland au einer recht niedrigen Anhöhe nahe beim Siasiada Village (Milne Bay) in Papua-Neuguinea vor.
Hydnophytum spec. Timika (wellige geprägte Blätter)
Eine sehr schöne Art mit seltsam uneben geprägten bis welligen Blättern und leichter Behaarung.
Hynophytum spec. Doormans Top 1200m (Schmale, spitz zulaufende Blätter)
Sehr schön! Kugelförmiger Caudex und spitz zulaufende, ledrige Blätter. Die Pflanze ist wesentlich kompakter wie die Art, die auf 1000 Meter gefunden wurde und die auch nochmal deutlich schmalere Blätter besitzt.
Squamellaria guppyanum (Bugainville Island, PNG)
Squamellaria guppyanaSquamellaria guppyana (Becc.) Chomicki ist eine epiphytisch wachsende Art der Familie Rubiaceae, die auf Bougainville (Papua-Neuguinea) sowie auf den Salomonen verbreitet ist. Sie besiedelt Mangroven, Uferwälder und andere feuchte tropische Tieflandwälder vom Meeresspiegel bis in Höhen von etwa 600 m. Auf Teilen ihres Verbreitungsgebietes kommt die Art sympatrisch mit Squamellaria kajewskii vor.Die Art bildet einen länglich-eiförmigen, bis zu 30 cm langen Caudex aus, dessen Oberfläche zahlreiche kleine, ringförmig angeordnete Eingangsöffnungen aufweist. Diese führen in ein komplexes System miteinander verbundener Hohlräume, das meist von verschiedenen Ameisenarten als Nistplatz genutzt wird. Ein charakteristisches Merkmal von S. guppyana sind korkartige Verschlüsse, mit denen einzelne Eingangsöffnungen verschlossen werden können. Dadurch werden die Hohlräume wasserdicht und können bei unbesiedelten Pflanzen Regenwasser speichern – eine innerhalb der Hydnophytinae einzigartige Anpassung. Weitere Bestimmungsmerkmale sind die dünnen, lanzettlichen bis verkehrt-eiförmigen Blätter sowie die großen, reich verzweigten Blütenstände, deren Aufbau an Vertreter der Gattung Psychotriaerinnert. Diese Kombination aus einem komplexen Caudex mit verschließbaren Eingängen und der auffälligen Infloreszenz ermöglicht eine sichere Abgrenzung von verwandten Arten.
Squamellaria jebbiana (Taveuni Island, Fiji)
Aufgrund genetischer Daten wurde die Art, ursprünglich als Hydnophytum beschrieben, mittlerweile der Gattung Squamellaria zugeordnet. Bei Aufsammlungen von anderen Inseln des Fiji Archipels, die ursprünglich als Hydnophytum beschrieben worden sind, handelt es sich um Squamellaria tenuiflorum und S. wilkinsonii. Dazu kommen die "klassischen Squamellaria Arten: Squamellaria grayi, huxleyana, imberbis und major.Auffallend sind die "haarigen" Caudices, wobei es sich bei den Haaren um zahlreiche Wurzeln handelt.Neu!
Squamellaria kajewskii (Bugainville Island, PNG)
Squamellaria kajewskiiSquamellaria kajewskii (Merr. & L.M.Perry) Chomicki gehört zur Familie Rubiaceae und zur Untertribus Hydnophytinae. Die Art ist auf den Salomonen endemisch und wächst epiphytisch in tropischen Regenwäldern. Charakteristisch ist ihr stark verdickter Caudex mit einem System innerer Hohlräume, das sie mit den übrigen Vertretern der Hydnophytinae gemeinsam hat. Im Gegensatz zu den meisten Arten der Gattung konnten für S. kajewskii bislang jedoch keine Ameisenbesiedlungen nachgewiesen werden. Die ökologische Funktion der Hohlräume ist daher bislang nicht vollständig geklärt und macht die Art zu einer Besonderheit innerhalb der myrmekophilen Verwandtschaftsgruppe.
Auktion 2026-003 - Hydnophytum caminiferum (Anggi Lakes, Irian Jaya)
Sie bieten auf eine wunderschöne, mittelgroße Pflanze, die bereits erste Blüten ausbildet.Eine der außergewöhnlichsten Arten. Der terrestrische caudex bildet kaminförmige Öffnungen, deren Funktion völlig unklar ist.
Auktion 2026-009 - Hydnophytum ramispinum (Jayawijaya, Irian Jaya)
Sie bieten auf die abgebildete Pflanze!Hierbei handelt es sich meiner meinung nach um das echte Hydnophytum ramispinum.Extrem selten in Kultur und wurde in dieser fantastischen Größe noch nie angeboten!
Hydnophytum caminiferum (Anggi Lakes, Irian Jaya)
Hydnophytum caminiferumHydnophytum caminiferum Wistuba, U.Zimm., Gronem. & Marwinski ist eine terrestrisch wachsende Art der Familie Rubiaceae, die ausschließlich aus den Bergwäldern der Vogelkop-Halbinsel (Papua, Indonesien) bekannt ist. Sie wächst in moosreichen Bergwäldern und auf Bergrücken in Höhenlagen von etwa 1.900–2.500 m. Im Gegensatz zu den meisten Arten der Gattung entwickelt sie keinen epiphytischen Wuchs und ihre Caudices werden nicht von Ameisen besiedelt.Charakteristisch für die Art ist der bis zu 60 cm hohe, aus mehreren amphorenförmigen Teilknollen aufgebaute Caudex. Die nach oben gerichteten, deutlich lippenförmigen Eingangsöffnungen führen in U-förmige Hohlräume und verleihen der Pflanze ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Weitere Bestimmungsmerkmale sind die kleinen, dickfleischigen, herzförmigen Blätter, die dicht an den Triebspitzen stehen und eine auffällig weißliche Blattunterseite besitzen. Die Blüten sind grünlich-weiß mit einer vergleichsweise langen Kronröhre; die Früchte sind rot. Die Kombination aus terrestrischer Lebensweise, dem vielkammerigen Caudex mit aufwärts gerichteten Öffnungen und den kleinen, herzförmigen Blättern macht H. caminiferum zu einer der markantesten Arten der Gattung.